Stabilität und Veränderung der Kommunikation in den gegenwärtigen deutsch-polnischen Beziehungen

Das deutsch-polnische Verhältnis gehört, insbesondere seit dem Epochenjahr 1989, zu den intensivsten Beziehungen zwischen Staaten und Völkern Europas. Es umfasst zahlreiche Ebenen des poli­ti­schen und sozialen Lebens und hängt wesentlich von der Art und Qualität der Kommunikation zwischen den Staaten, Gesellschaften und Medien beider Länder ab.

Die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung fördert mit dieser Sonderausschreibung die empirische und theoretische Erforschung der gegenwärtigen deutsch-polnischen Beziehungen unter dem Aspekt der Kommunikation. Es können sowohl die Rollen bestimmter Akteure oder Gruppen als auch Phänomene einzelner gesell­schaft­licher Bereiche erforscht werden; besonders bedeutsam sind hierbei die kommuni­kativen Interaktionen zwischen Politik, Medien und Zivilgesellschaft.

Bei der Untersuchung sollen auch Aspekte wie der Einfluss der spezifischen politischen Kultur auf die Kommunikation, die Rolle der Medien bei der Vermittlung von Wissen über das Nachbarland und die Einstellungen und interkulturellen Kompetenzen der Eliten berücksichtigt werden. Besondere Relevanz hat die grundsätzliche Veränderung der Kommunikation durch die rasante Entwicklung des Internets und der sozialen Medien.

Im Mittelpunkt der Forschung soll die Gegenwart stehen, insbesondere die Phase seit dem EU-Beitritt Polens mit ihren heutigen Herausforderungen, wobei jedoch historische Perspektiven durchaus ihre Berechtigung haben.

 

 

Rahmenbedingungen für Forschungsanträge

 

Antragsberechtigt sind – im Einklang mit der Praxis der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung – Wissenschaftler(innen) an Hochschulen, außeruniversitären Forschungsinstituten und sonstigen wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland und in Polen, in Verbindung mit entsprechenden Einrichtungen im jeweils anderen Land.
Die Forschungsteams sollen detaillierte methodische und organisa­to­rische Konzepte ihrer Vorhaben vor­­stellen. Die Stiftung legt dabei besonderen Wert auf die Darstellung des Forschungsstandes und die daraus resul­tierende Erarbeitung des Forschungsprojektes. Das Forschungsprojekt kann mit insgesamt bis zu 300.000 Euro gefördert werden, die Projektdauer kann 24 bis 36 Monate betragen.

Die Bearbeiter des zur Förderung ausgewählten Vorhabens sind verpflichtet, zumindest jährlich Teil­ergebnisse des Projektes zu präsentieren. Dies kann in Form von Berichten, aber auch durch wissen­schaftliche Veranstaltungen geschehen. Derartige „Meilensteine“ des Projektes sind bereits im Antrag konkret darzustellen.
Die Antragsformulare werden bis Ende August 2018 auf dieser Seite abrufbar sein.

 

 

Zum Antragsverfahren
 

Antragsfrist ist der 15. November 2018. Über die Anträge entscheidet der Vorstand der DPWS. Die wissenschaftliche Begutachtung obliegt dem – durch externe Wissenschaftler erweiterten – Beirat der Stiftung. Die Entscheidungen werden bis spätestens Ende April 2019 getroffen. Das zur Förderung ausgewählte Projekt kann frühestens zwei Wochen nach Entscheidungsmitteilung beginnen.

 

Stand: 13.08.2018

 

Polski
(URL: http://www.pnfn.pl/pl/648.php)

Dokumente

Ansprechpartner

  • Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung

    • Witold Gnauck
    • Geschäftsführer
    • Telefonnummer: +49-(0)335-6640593
    • E-Mail-Adresse: gnauck@dpws.de
    • Daria Mudzo-Wieloch
    • Stellvertretende Geschäftsführerin
    • Projektleiterin
    • Telefonnummer: +49-(0)335-6640594
    • E-Mail-Adresse: mudzo-wieloch@dpws.de
    • Martina Gierke
    • Sachbearbeiterin
    • Buchhalterin
    • Telefonnummer: +49-(0)335-6640226
    • E-Mail-Adresse: gierke@dpws.de
    • Logenstr. 9-10
    • 15230 Frankfurt (Oder)
    • Faxnummer: +49-(0)335-6640595
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